Geschichte
Meine Liebe zum Bärennähen entstand mit einem kleinem Gedanken, als ich mit meinem Mann beim Stadtbummel an einem Spielzeuggeschäft vorbeikam. Ich wollte unbedingt wissen, ob die heutigen Teddy's noch immer eine Brummstimme haben.
Mein "Petz" aus der Kinderzeit besaß eine. Also spazierten wir in das Geschäft, ich griff mir gleich einen schönen "Steiff"-Bären und siehe da, er brummte mich tatsächlich an. Nachdem ich den Preis von diesem lieben Gefährten gesehen hatte, kam mir der Gedanke, ob so ein schöner Teddy nicht selbst zu machen sei. Zu Hause sprach ich mit meiner guten Bekannten, mit der ich jede Woche Dienstags handarbeite, ob sie nicht auch am Bärennähen interessiert sei.
Wie der Zufall es so wollte, bot der Landfrauenverein des Nachbarortes einen Bärennähkurs an. Natürlich meldeten wir uns sofort an.
Mein erster Bär war der "Gustav",
ein dicker, brauner Plüschbär. Natürlich mit Brummstimme.Als
zweites folgte der "Fridolin", ein goldgelber Mohairbär. Nun
war es klar, ich war vom Teddy-Fieber befallen und meine anderen Handarbeiten
landeten im Schrank.
Nicht nur ich bin von dem Virus befallen, auch meine Tochter Gabriele näht
nun seit Oktober 1999 mit Hingabe Teddy-Bären. Sie näht nicht nur
große Teddy's, sondern läßt auch Mini-Bären das Licht
der Welt erblicken. Diese liebreizenden Winzlinge kann man nur mit guten Augen
und ruhiger Hand anfertigen.
Mittlerweile steht sie zum zweiten Mal im Guinness-Buch
der Rekorde mit einem kleinen Bären von 14 mm, der aus 21 Einzelteilen
besteht und zudem noch 5-fach gegliedert ist. Vor kurzer Zeit hat sich sogar
ein japanischer Fernsehsender für die Fertigung eines so kleinen Bären
interessiert. Dieses Team ist extra aus Tokyo, Paris und Berlin zu uns nach
Flomborn angereist, um für ihre Sendung zu drehen. Der Regisseur war von
der Arbeit sehr beeindruckt und seine Erwartungen wurden weit übertroffen,
denn der während dieser Dreharbeiten entstandene Bär war nur 13 mm
groß.
Diese Begegnung hat uns nur noch mehr Ansporn gegeben weiterhin Bären und
Bärchen zu nähen.
Wenn man sich bei uns in der Wohnung umsieht,
wird man von vielen Bärenaugen verfolgt, da sie alle artgerecht im Wohnzimmer
gehalten werden. Natürlich wird jeder regelmäßig in den Arm
genommen und darf auch brummen.
Gustav